Besuch von Ministerpräsident Weil

Nachricht Hannover, Haus kirchlicher Dienste, 22. Juni 2018

Besuch von MP Weil bei PonteAzubis

Zusammen mit Landesbischof Ralf Meister hat sich Ministerpräsident Stephan Weil letzte Woche über PonteAzubis informiert. Er hat mit den zukünftigen Azubis und ehrenamtlichen Ausbildungspatinnen und –Paten gesprochen und wollte konkret wissen, wie man Ausbildungen erfolgreich gestalten kann.

Eine wichtige Frage war, wie der Bewerbungsprozess läuft.  Moussa Soukouna, Aymen Youssef und Ammar Shebli berichteten, dass sie vor PonteAzubis viele erfolglose Bewerbungen geschrieben haben. Seit sie bei PonteAzubis sind, wurden sie zu Vorstellungsgesprächen eingeladen und haben mittlerweile ein Schnupperpraktikum  und Ausbildungsplätze gefunden. Hanin Nader, die vor Kurzem neu zu PonteAzubis gekommen ist, hat mit ihrem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Syrien, ihren Deutschkenntnissen und ihrer Motivation beeindruckt. Zur Zeit sucht sie dringend eine Ausbildung als Industrie-und Handelskauffrau.

Wir konnten unser Anliegen einbringen, das Instrument des Nachteilsausgleichs bei Prüfungen auf den Nachteil „Nicht-Muttersprachler“ zu erweitern.   Ausbildungen scheitern oft, weil u.a. Mathematik-Prüfungen oft versteckte Deutsch-Prüfungen sind.

Darüber hinaus kam zur Sprache, dass Ausbildungsabbrüche provoziert werden, weil Menschen im Asylverfahren (bei PonteAzubis insbesondere aus Afghanistan, Mali und Libanon) KEINE ausbildungsbegleitende Hilfen erhalten und man vom Ausbildungsgehalt nicht leben kann. Wie der Flüchtlingsrat Niedersachsen haben auch wir dem MP Weil ans Herz gelegt, sich für mehr Chancengleichheit einzusetzen, indem diese Förderlücke geschlossen wird.